Unfallopfer in Thailand: Ein großes Problem, das sich verschlimmert

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Published in Thailand
Montag, 11 November 2019 11:51

Bangkok - Ein führender Vertreter der thailändischen Nationalversicherung sagte, das Gemetzel auf Thailands Straßen sei ein „großes Problem für die thailändische Gesellschaft“ und es werde nur noch schlimmer ... trotz Kampagnen, um das Problem anzugehen.

Dr. Sakchai Kanchanawatana, Sekretär des Nationalen Amtes für Gesundheitssicherheit, legt mit Mitteln aus dem Sozialversicherungssystem der Regierung verheerende Statistiken über Opfer von Verkehrsunfällen vor.

Er warnt davor, dass dies nur ein Bruchteil der tatsächlichen Anzahl von Menschen ist, die auf den Straßen des Landes getötet, verstümmelt und verletzt wurden.

Dr. Sakchai räumte ein, dass das Land bei Verkehrsunfällen eines der schlimmsten der Welt ist und dass die Weltgesundheitsorganisation es als eines der größten Probleme des Königreichs bezeichnet hat.

Er legt Statistiken zur stationären Versorgung mit der staatlichen Versicherung für die Jahre 2015 bis 2018 vor.

In diesem Zeitraum wurden 13.861 Tote gemeldet. Die Verletzten beliefen sich auf 265.243 Personen. Die Versicherungskosten beliefen sich auf 6 Milliarden Baht.

Die Zahlen setzen sich wie folgt zusammen:

2015: Verletzte: 62.773, Tote: 3.509, Kosten 1,3 Milliarden Baht
2016: Verletzte: 63.981, Tote: 3.486, Kosten 1,5 Milliarden Baht
2017: Verletzte: 67.517, Tote: 3.440, Kosten 1,5 Milliarden Baht
2018: Verletzte: 70.972, Tote: 3.426, Kosten 1,6 Milliarden Baht

In diesen vier Jahren wurden 10.672 Fußgänger verletzt, 916 wurden getötet. Dies entspricht 8,6% der Verletzten und ist die höchste aller Statistiken.

Fußgänger ab 65 Jahren befanden sich in der höchsten Todesgruppe, wobei die Zahl der jüngeren Mitglieder der Gesellschaft sank.

Tote und verletzte Motorradfahrer

Von den 265.243 Verletzten waren 210.963 Motorradfahrer. Die Zahl der Todesopfer von 13.861 umfasste 11.177 Biker.

Es gab 608 tote und 28.728 verletzte Fahrradfahrer.

Die meisten Todesfälle und Verletzungen bei Motorradfahrern waren nicht mit Zusammenstößen verbunden. Etwa 135.980 Verletzungen und 4.899 Todesfälle waren Biker, die von der Straße abkamen.

Kollisionen mit anderen Fahrzeugen führten zu 63.692 Verletzungen und 4.348 Todesfällen.

Die Verletzungen derer, die mit Zügen kollidierten, betrugen 333 - davon starben 35 oder 10,5%.

Die Provinzen Bung Kan, Chaiyaphum, Prachinburi, Petchaburi, Trang, Phatthalung, Satun, Patani und Naratiwat verzeichneten im Berichtszeitraum einen Anstieg von 20%.

Ubon Ratchathani, Suphanburi und Chainat verzeichneten einen Rückgang von 5%.

Dr. Sakchai erzählte Naew Na, dass die Zahlen zeigten, dass Probleme auf den Straßen der Nation ein großes Problem für die Gesellschaft waren und sich nur verschlimmerten. Er forderte Kampagnen zur Förderung der Straßenverkehrssicherheit.

Führende Persönlichkeiten der Regierung wie Prawit Wongsuwan akzeptierten in diesem Jahr, dass die Zahl der Todesopfer auf Thailands Straßen mehr als 20.000 pro Jahr beträgt.

Viele Organisationen und Aktivisten rechnen mit 24.000 bis 26.000 pro Jahr.

Quelle: Naew Na

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4 comments

  • Lupos
    Comment Link posted by Lupos
    Dienstag, 12 November 2019 21:06

    Nun habe ich es endlich wiedergefunden!
    Hier ist die Verkehrsanalyse für den Volkswirtschaftlichen Schaden, durch den desolaten Straßenverkehr in Thailand, nachzulesen.
    Das wurde 2005 veröffentlicht und vorher untersucht. Die Zeit davor belief sich auf rund 12 000 !!!!!!! Tote. Heute sind es mehr als 24 000 Tote!
    Der Author rechnete mit Hilfe vorgeschlagener Verbesserungen aus, das Thailand 2013 die Unfälle halbieren könnte. Also nur noch 6 000 Tote! Bis heute hat sich, wie gesagt Jeder weiß, nix getan. Höchstens das irgend ein Verantwortlicher nun die Zahl 6 000, im kommenden Jahr erreichen will.

    Wenn es ein Volk schafft, dann nur die Thai oder Außerirdische Superintelligenzen (also nur 2 Superintelligenzen könnten das schaffen), andere irdische Völker niemals.

    http://s3.amazonaws.com/zanran_storage/e-pub.uni-weimar.de/ContentPages/45179900.pdf

  • Lupos
    Comment Link posted by Lupos
    Montag, 11 November 2019 22:20

    Wenn man die Abschätzung von rund 1,6 Milliarden Bath mal 10 nimmt, kommt man auf die wahre Summe des volkswirtschaftlichen Schadens.
    Natürlich würde sich Niemand von den Verantwortlichen es wagen eine Summe von 16 Milliarden Bath zu nennen, denn dann würde selbst der Dümmste die Frage stellen, wieso man die Situation nicht schleunigst ändert.
    Vor mehr als 10 Jahren hat ein Deutscher den volkswirtschaftlichen Schaden des Straßenverkehrsdramas im Rahmen einer Diplom-Arbeit berechnet. Der hatte auch die Gegenrechnung gemacht für den finanziellen Aufwand. Aber das interessierte damals und heute keinen Verantwortlichen, denn die Thai sind unfehlbar. Sie können alles alleine und besser.
    Dunning-Kruger-Effekt!
    kamen 1999 zum Resultat, dass weniger kompetente Personen
    "...dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen;
    überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen;
    das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen vermögen;....

    „Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. […] Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, [sind] genau jene Fähigkeiten, die man braucht, um eine Lösung als richtig zu erkennen.“

    – David Dunning[3]

  • herbert.leichtfuss
    Comment Link posted by herbert.leichtfuss
    Montag, 11 November 2019 18:45

    Siehe meine Kommentare zu ähnlichen berichten:
    https://www.wochenblitz.com/index.php/home/wochenblitz/2013-09-11-06-44-59/item/3802-verkehrsunfaelle-in-thailand-zahl-der-todesopfer-seit-jahresbeginn-uebersteigt-12-000

    https://www.wochenblitz.com/index.php/home/wochenblitz/2013-09-11-06-44-59/item/3793-taeglich-45-unfallopfer-regierung-will-die-zahl-der-verkehrstoten-drastisch-senken

    Statt das eigentliche Problem anzupacken, nämlich die grottenschlechte oder eher nicht vorhandenen Führerscheinausbildung nach europäischem Muster einzuführen, kommen aus der thailändischen Politik unsinnige Vorschläge betreffend GPS-System, als ob ein Verkehrsteilnehmer, der gar nicht fahren kann oder nicht einmal die Einsicht besitzt, sich in bestimmten Situationen (z.B. einen Krankenwagen nicht zu behindern) einfach menschlich zu verhalten, durch ein GPS-System auf einmal ein Musterexemplar im thailändischen Straßenverkehr würde. Die Politiker, die mit solch' weltfremden Vorschlägen kommen, sind im thailändischen Straßenverkehr vermutlich auch nicht weniger auffällig, weil sie einfach den Usache-Wirkungszusammenhang nicht kapieren!

    Aber welche Politiker will man erwarten in einem gesellschaftlich rückständigen Land?!

  • Hansruedi Bütler
    Comment Link posted by Hansruedi Bütler
    Montag, 11 November 2019 13:11

    Führende Persönlichkeiten der Regierung akzeptierten, dass in diesem Jahr die Zahl der Todesopfer auf Thailands Straßen mehr als 20.000 pro Jahr beträgt. Viele Organisationen und Aktivisten rechnen mit 24.000 bis 26.000 pro Jahr, was leider viel zu tief ist! Laut gut informierten Quellen beträgt die wirkliche Todesrate/a weit über 30000!!!

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