Golfen für Waisenkinder

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Published in Sonstiges & Lifestyle
Dienstag, 17 März 2020 15:42
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70 Baht. Was bekommt man dafür in Pattaya? Eine Flasche Bier im 7Eleven? Einen Kaffee im Starbucks? Zwei Brötchen im Tesco Lotus? Eine Tafel Schokolade? Nicht Schweizer Schoggi, die kostet doppelt so viel.

Die Pattaya Orphanage an der Soi Phanieat Chang in Nord-Pattaya, Heim für 160 oder gar 170 Waisenkinder, bekommt auch 70 Baht. Für jedes Kind. Aber nicht pro Tag. Sondern pro Monat.

Dass da Helfen angesagt ist, ist wohl jedem klar. Aber machen muss man es. Gesagt, getan für Koni Holenstein, ehemaliger Schweizer Fussball-Internationaler, Eigentümer X-Trend Fitness in Jomtien und X-Trend Fitness Equipment, der seine Fitness-Geräte in ganz Asien und bis nach Europa anbietet.

Er nahm Kontakt auf mit Bernard Müller, der in Konis Fitness-Studio regelmässig seine Mukeln stählt und für den das Pattaya Orphanage Waisenhaus seit Jahren eine Herzensangelegenheit ist.

Koni stellte, ohne lange zu zögern im Pattaya Orphanage schon vor einiger Zeit eine ganze Reihe seiner Fitness-Geräte auf, die von den älteren der Waisenkinder mit grossen Vergnügen und zu ihrer Gesundheit gerne benützt werden.

Und er organisierte nun schon zum zweiten Mal die Koni Fitness Charity Golf Trophy. Ein Anlass für Golfer mit Herz. Als gewiefter Geschäftsmann holte sich Koni Holenstein für diesen guten Zweck professionelle Hilfe: Christian Heller, langjähriger Manager des Ostschweizer Golfclubs Erlen, und Jimmy Jörg, ebenso langjähriger Manager des Innerschweizer Golfclubs Ybrig und seit neustem Manager vom Golfclub Sedrun.

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Beide verbringen seit Jahren den Winter in Thailand und beide waren, ohne zu zögern bereit, Ihr Wissen und ihre Erfahrung für einen guten Zweck zur Verügung zu stellen. Sie organisierten ein Turnier, das weltweit jedem Golfclub selbst für ein internationales Profiturnier zur Ehre gereicht hätte.

Am Samstag, 7. März 2020, war es soweit. 8 Golferinnen und 18 Golfer nahmen den Weg zum Pattavia Century Golf Club, gut 60 Kilometer von Pattaya unter die Räder.

Um Punkt 11.00 Uhr schlug Koni Holenstein auf der ersten Spielbahn seinen ersten Ball – und haute ihn rechts in die Büsche. No problem.

Da es ein Charity-Turnier war, durften die Spieler bis sechs Mulligans kaufen. (Für Nichtgolfer: Mulligans ist sowas wie eine zweite Chance für einen Fehlschlag der gröberen Sorte. Im streng regulierten Golfsport
eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Aber da Golfer auch nur Menschen sind und da es sich an diesem Samstag ja um ein Charity-Turnier handelte...)

Da wäre man ja blöd, wenn man von so einer Gelegenheit nicht profitieren würde: So war es weiter nicht verwunderlich, dass sich fast jede/r Teilnehmer/-in solche Mulligans kaufte – und sie mehr oder weniger gekonnt einsetzte. Das hatte in zweifacher Hinsicht Vorteile. Erstens waren so bei vielen Spielern das erspielte Resultat besser und zweitens spülte es noch einige Tausender zusätzlich in die Charity-Kasse für das Waisenhaus.

Das Turnier war Klasse, der Platz war toll, das Wetter prächtig, die Kameradschaft in allen Flights phänomenal.

(Noch einmal für Nichtgolfer: Flights sind die Gruppen von zwei bis vier Personen, die zusammen auf den 18 Spielbahnen ihre Bälle vor sich herdreschen, selbige von den Caddies neben den Spielbahnen suchen lassen und sich am Ende – trotz Corona-Virus – je nach Ergebnis – strahlen, zufrieden oder zähneknirschend die Hand schütteln. Thailand ist übrigens das einzige Land, wo es auch 5er-, 6er-, oder sogar 7er- und 8er-Flights gibt. Letzteres zwar wohl nur bei der Polilzei, der Armee oder bei der Navy.)

Das gelungene Golfturnier war aber selbstverständlich noch lange nicht alles. Aber Hallo! Da waren Golfer am Werk. Zu jedem gepflegten Golfturnier gehören obligatorisch ein feines Essen und eine Preisverteilung.

Und auch da bewies Koni sein feines Gespür. Er holte sich Rat bei Christoph «Chrusi» Balzli, Schweizer Eigentümer von Sinto Pattaya, der mit seinen Textilprodukten die halbe Welt beliefert, ausserdem Präsident des German Swiss Golf Clubs Pattaya ist und zudem grosser Gourmet und Weinkenner.

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So kam es, dass sich am Abend 26 Golferinnen und Golferinnen und Golfer und eine Handvoll Gäste beim August am Mabprachan-See trafen und sich dort vom umtriebigen thailändischen Besitzer Jack mit Speis und Trank verwöhnen liessen.

Von der Vorspeise (Lachstartar oder Cesar’s Salad) über drei verschiedene Hauptgänge (Rind, Lamm oder Fisch), das Tiramisu zum Dessert und den gratis offerierten Limoncello – allerfeinst. Und gemäss Koni zu einem Preis, wo der gute Jack bestimmt drauflegte.

Wer das italienische Restaurant an Pattayas grösstem Wasserreservoir noch nie besucht hat: Unbedingt nachholen.

Bei der Preisverteilung konnte man die bei 99,9% aller Golfer äusserst beliebten Flaschen Wein, Gutscheine für Nachtessen oder die nicht minder geschätzten Golfbälle gewinnen, die bei den meisten Spieler nie alt werden, sondern reihenweise in einem Wasserhindernis oder im unwegsamen Buschwerk neben den Spielbahnen auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Da gab es wie an jedem Turnier ein paar Abräumer, den einen oder andern Überraschungssieger und das Gros der «Ebenfallsmitdabeiwarenspieler», zu denen sich auch der Schreiber zählen muss.

Aber der Sinn und Zweck der Charity Trophy war mehr als erfüllt.

Stolz durfte Koni verkünden, dass für das Waisenhaus 64‘000 Baht zusammengekommen waren. Diese wurden dann von Rainer Heinzmann (Global Insurance Property) auf 70‘000 Baht und einigen anderen Gästen sogar auf 80‘000 Baht aufgestockt.

Eine schöne Sache. Koni Holenstein verkündete zur Freude aller Anwesenden, dass bereits eine dritte Charity Trophy geplant ist: Am Samstag, 29. November. Genaueres wird man zu gegebener Zeit vernehmen.

Anzufügen wäre noch: Das Pattaya Orphanage, das auch eine Tagesstätte für taubstumme und blinde Kinder ist, ist selbstverständlich froh um jede noch so kleine Spende. Und für 4000 Baht kann man den Kindern ein Mittagessen spendieren und selber mithelfen beim Schöpfen im Speisesaal.

Wer das schon einmal gemacht hat, weiss: Es ist ein Erlebnis, das man bis ans Ende seiner Tage nicht mehr vergessen wird. Dem Normalsterblichen läuft das Herz über und selbst dem Hartgesottesten schmilzt es, wenn so ein Knirps den Wai macht und mit einem Lachen im Gesicht und einem Strahlen in den Augen Danke sagt.

Schauen Sie mal rein auf www.thepattayaorphanage.org

Peter Montanari

Read 820 times Last modified on Dienstag, 17 März 2020 15:43

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