6. zweiter Platz für Marc Marquez beim zweiten Erfolg von Maverick Vinales

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Published in Sport
Montag, 04 November 2019 12:19

HJB – Er startete von Posizion 11 und fuhr noch bis auf Rang zwei, der alte und neue Weltmeister Marc Marquez. Doch gegen Vinales war kein Kraut gewachsen und er fuhr einen klaren Sieg in Sepang nach Hause. Bereits nach 19 Rennen steht fest, dass Marc im Gesamtpunkteklassement einen Rekord aufstellt. Das ist der Fahrer mit der Nummer 93, um den sich alle Motorradhersteller bemühen. Doch sein Gehalt von mehr als 20 Millionen pro Saison ist doch für manch ein Team ein Hindernis.

Maverick Vinales hat den Grossen Preis von Malaysia in überlegener Manier gewonnen. Der Yamaha-Pilot überquerte die Ziellinie mit über drei Sekunden Vorsprung und feierte seinen zweiten Saisonsieg. Marc Marquez (Honda) stellte als Zweiter eine neuen Punkterekord in der MotoGP auf. Andrea Dovizioso (Ducati) wurde Dritter.

Bei Temperaturen von 32 Grad Luft und 44 Grad Asphalt entschied sich die Mehrheit des Fahrerfeldes am Start für den Medium-Reifen hinten und vorn. Pole-Setter Fabio Quartararo und auch Marquez setzten am Hinterrad auf die weichste Mischung. Diese hatten die Ducatis von Dovizioso und Jack Miller an beiden Rädern montiert.

Im Startgetümmel setzte sich Miller gegen Franco Morbidelli durch und ging in Führung, während Marquez versuchte, sich von Startplatz elf auf der Aussenlinie einen Weg durch das Feld zu bahnen. Der Weltmeister musste zurückstecken, kämpfte sich aber mit jeder Kurve weiter nach vorn und lag nach einer Runde schon auf Platz drei.

An der Spitze verlor Miller die Führung nach dem ersten Umlauf an Vinales, der gleich eine kleine Lücke herausfahren konnte. Seine Yamaha-Markenkollegen waren deutlich weiter hinten zu finden. Rossi rangierte auf Platz fünf. Verlierer des Starts war das Petronas-Duo: Morbidelli lag an sechster, Quartararo nur an achter Stelle.

In der ersten Runde fand Marquez keinen Weg an der Ducati von Miller vorbei. Erst mit Beginn des vierten Umlaufs glückte dem Weltmeister eine Attacke. Zu diesem Zeitpunkt war Vinales aber bereits mehr als eine Sekunde voraus - Tendenz steigend.

Bei den Verfolgern hinter Marquez kam es indes zum Ducati-internen Duell zwischen Miller und Dovizioso, das der Werkspilot gewann. Auch Rossi witterte seine Chance, an Miller vorbeizugehen, konnte sich aber zunächst nicht durchsetzen. Hinter dem "Doktor" lauerten Suzuki-Pilot Alex Rins und die beiden Petronas-Yamaha-Fahrer.

An der Spitze sortierte sich das Feld schnell: Nach acht Runden hielt Vinales mit anderthalb Sekunden Vorsprung die Führung, Marquez hatte auf Platz zwei wiederum fast zwei Sekunden Luft auf Dovizioso. Hinter ihm kämpfte Rossi um den Anschluss. Er hatte sich gegen Miller durchsetzen können, der nun mit Rins um Platz fünf rangelte.

In der Folge musste der Pramac-Pilot abreißen lassen und fiel nicht nur hinter Rins, sondern auch Morbidelli zurück. Zur Hälfte der 20 Rennrunden war Miller nach seiner frühen Führung somit nur noch Siebter. Und Quartararo erhöhte den Druck von hinten.

Vorne war der Abstand zwischen Vinales und Marquez inzwischen auf über zwei Sekunden angewachsen. Ohne einen Sturz wie in Australien schien dem Yamaha-Pilot der Sieg bereits sicher. Dahinter wagte sein Teamkollege Rossi bei noch acht zu fahrenden Runden einen ersten Angriff auf Dovizioso, konnte aber nicht vorn bleiben.

Vor allem auf den Geraden verlor die Yamaha im Vergleich zum Ducati-Topspeed zu viel Zeit, um dann auf der Bremse noch attackieren zu können. Doch Rossi gab nicht auf und lauerte weiter auf eine Gelegenheit. Allerdings hatte Rins zu ihm aufgeschlossen und wollte im Kampf um den letzten Podestplatz ein Wörtchen mitreden.

Doch an der Reihenfolge sollte sich - wie auch an der Spitze - auf den Schlussrunden nicht mehr ändern. Vinales fuhr einem souveränen Sieg entgegen, während Marquez das Rennen von Startplatz elf als Zweiter beendete. Den letzten Podestplatz sicherte sich Dovizioso. Rossi verpasste Platz drei am Ende um 0,354 Sekunden.

Rins wurde Fünfter, gefolgt von den beiden Petronas-Fahrern Morbidelli und Quartararo, die nach ihren starken Trainings ein enttäuschenden Grand Prix erlebten. Miller, sein Ducati-Markenkollege Danilo Petrucci und Suzuki-Pilot Joan Mir rundeten die Top 10 ab.

Letzterer ist allerdings nur unter Vorbehalt Zehnter. Nach einem aggressiven Manöver an Johann Zarco hat die Rennleitung eine Untersuchung gegen den Spanier eingeleitet. Für LCR-Pilot Zarco war das Rennen danach vorbei. Er lag bei seinem erst zweiten Grand Prix für Honda auf einem aussichtsreichen neunten Rang.

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